VIX: Der Volatilitätsindex – Verständnis seiner Rolle am Aktienmarkt
Der VIX (CBOE Volatility Index) ist ein Schlüsselindikator, der die Erwartungen des Marktes hinsichtlich kurzfristiger Volatilität des S&P 500 misst. Er wird aus S&P 500 Optionspreisen berechnet und wird oft als „Fear Gauge“ bezeichnet. Das Verständnis seiner Berechnung, Interpretation (niedrig, mittel, hoch) und seiner Rolle in der Portfolioverwaltung ist für Investoren unerlässlich. Die Schwankungen des VIX spiegeln Marktstimmungen wider und liefern wertvolle Einblicke in potenzielle zukünftige Marktbewegungen.
VIX: Entschlüsselung des Marktfraufigkeitsindikators
Der VIX, auch bekannt als der CBOE Volatility Index, ist einer der am weitesten verbreiteten und intensiv verfolgten Indikatoren im Finanzwesen. Oft als der „Fear Gauge“ bezeichnet, misst der VIX die Erwartungen des Marktes hinsichtlich kurzfristiger Volatilität des S&P 500. Das Verständnis des VIX ist für Investoren, Trader und alle, die sich für die Dynamik des Aktienmarktes interessieren, von entscheidender Bedeutung. Aber was genau wird er gemessen, wie wird er berechnet und warum ist er so wichtig?
Wie der VIX berechnet wird
Der VIX ist keine direkte Messung der Marktbewegung, sondern wird aus den Preisen von S&P 500 Options auf Basis gewonnen. Der Index wird von der Chicago Board Options Exchange (CBOE) berechnet und spiegelt die Erwartungen des Marktes hinsichtlich der Volatilität von 30 Tagen wider. Hier ist eine Aufschlüsselung des Prozesses:
- Optionspreise: Der VIX basiert auf den Preisen von S&P 500 Index Optionen (Call- und Put-Optionen) mit verschiedenen Ausübungskursen und Verfallsterminen. Die CBOE sammelt diese Optionspreise von verschiedenen Marktteilnehmern.
- Black-Scholes-Modell: Das Black-Scholes-Modell, eine mathematische Formel, wird verwendet, um den theoretischen Wert dieser Optionen zu berechnen. Dieses Modell berücksichtigt Faktoren wie den aktuellen Aktienkurs, den Ausübungspreis, die Zeit bis zum Verfall und die Volatilität.
- Volatilitätsabschätzungen: Das Black-Scholes-Modell gibt Volatilitätsabschätzungen für jede Option aus. Diese Schätzungen werden basierend auf dem Volumen und dem gehandelten Kontingent jeder Optionskontrakt gewichtet.
- Durchschnittliche Volatilität: Der gewichtete Durchschnitt dieser Volatilitätsabschätzungen ist der VIX-Wert. Der VIX wird kontinuierlich berechnet und aktualisiert sich etwa alle 15 Minuten.
Laut CBOE-Daten lag der VIX am 2. November 2023 bei etwa 17,37. Dies deutet auf ein relativ hohes erwartetes Niveau der Volatilität des S&P 500 hin.
Interpretation des VIX – Ein Maß für Angst und Unsicherheit
Der Wert des VIX schwankt aufgrund von Marktstimmung und Erwartungen. Hier ist, wie man seine Lesungen interpretiert:
- Niedriger VIX (unter 20): Ein niedriger VIX deutet im Allgemeinen auf eine Periode der Ruhe und Stabilität auf dem Markt hin. Investoren sind zuversichtlich, und es gibt weniger Unsicherheit über zukünftige Preisbewegungen.
- Mittlerer VIX (20-30): Ein VIX in diesem Bereich deutet auf ein moderates Niveau der Unsicherheit und Volatilität hin. Dies ist eine übliche Beobachtung während Zeiten des wirtschaftlichen Wachstums oder wenn der Markt auf Nachrichtenreaktionen reagiert.
- Hoher VIX (über 30): Ein hoher VIX deutet auf erhebliche Angst und Unsicherheit auf dem Markt hin. Dies tritt oft mit Marktcrashs oder starken Kursrückgängen ein, was darauf hindeutet, dass Investoren auf große Preisbewegungen vorbereitet sind.
Statistiken zu VIX-Niveaus:
- Historisch gesehen wurde ein VIX über 40 mit schweren Marktcrashs in Verbindung gebracht.
- Der höchste jemals aufgezeichnete VIX betrug 83,99 am Höhepunkt der Finanzkrise im März 2008.
- Während Zeiten hoher Volatilität suchen Investoren oft nach Möglichkeiten, ihre Portfolios durch Optionsstrategien abzusichern.
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